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Spitzen-Manager lesen keine Zeitung, sie lassen lesen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie sich nur noch mit Informationen filtern lassen, die ins Weltbild passen. Und Berater erzählen nur, was die Entscheidungsträger lesen möchten. Das aktive Informieren scheint für manche Manager taboo. Wie kann man sich sonst erklären, dass hochintelligente Menschen in die chinesische Finanzwirtschaft investieren. DER SPIEGEL bringt in seiner Online-Ausgabe gerade einen sehr interessanten Artikel. Ein kleiner Auszug daraus:
Wissen die Investoren, worauf sie sich einlassen? Haben sie jemals erwogen, dass der Schein trügen könnte? Nicht nur, dass sie kaum Mitspracherecht erhalten und Chinas Banken eine enorme Last von faulen Krediten herumschleppen: Trotz Börse und Bonds lebt noch heute der alte sozialistische Geist, der einst im alten Bankhaus gegenüber dem Mao-Mausoleum wehte.
Mich ärgert das China-Engagement besonders, da die deutsche Volkswirtschaft zweifach leiden wird: Zuerst gehen Arbeitsplätze verloren, da in China “einfach billiger” produziert werden kann. Scheitert das China-Abenteuer, werden wiederum Arbeitsplätze vernichtet, denn man muss ja die Verluste irgendwie durch sparen ausgleichen. Lest endlich den SPIEGEL, liebe Top-Manager.