Mit Staatsmittel, Billigkrediten, Steuervorteile und Subventionen an die Weltspitze
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- Abgelegt unter Aussenwirtschaft
- Schlagworte
- Relevante Begriffe: Kredite, Staatsgelengte Wirtschaft, Subventionen
Erklärtes Ziel der Führung in Peking ist es, dass mindestens zehn Prozent der 500 weltgrößten Konzerne ihren Sitz in China haben. Zu diesem Zweck gibt es Staatsmittel, Kredite von Banken in Staatshand, Steuervorteile und kräftig Subventionen; man spricht von einem 15-Milliarden- Dollar-Paket. Und das schöne ist, dass die Europäer das alles mitfinanzieren, sei es durch Entwicklungshilfe (!) oder Investitionen in das marode Bankensystem.
Aufsehen erregte der Computerhersteller Lenovo, der im Dezember 2004 für 1,25 Milliarden US-Dollar die PC-Sparte des amerikanischen IBM-Konzerns übernahm und damit nach Dell und Hewlett-Packard zur weltweiten Nummer drei der Branche aufstieg. Lenovo, jubelte damals Vize-Handelsminister Zhang Zhigang, werde die Lokomotive für den Export chinesischer Produkte sein. Der Elektronikkonzern TCL kaufte das Fernsehgeschäft des französischen Herstellers Thomson und stieg damit über Nacht zum größten TV-Hersteller weltweit auf. Der Haushaltsgerätekonzern Haier, der 1984 noch deutsche Kühlschränke importierte, lehrt heute etablierten westlichen Marken das Fürchten. Nur knapp ist Haier vor wenigen Monaten gescheitert, Maytag und damit die US-Marke Hoover zu übernehmen. Und während deutsche Autofirmen verstärkt die fernöstlichen Märkte ansteuern, kommen ihnen auf der Gegenspur die ersten chinesischen Fabrikate entgegen. Sportartikel der Marke Li Nang sollen bald Nike und Adidas Konkurrenz machen, Bird den Handybauern von Nokia oder Motorola, und Tsingtao-Bier soll auch außerhalb chinesischer Restaurants in Europa und USA getrunken werden.